Research Februar

In dieser Ausgabe der Research-Reihe geht es wieder um interessante Studien, zusammengestellt von Eric Helms, Greg Nuckols und Michael Zourdos, aus dem monatlich erscheinenden MASS-Magazin.

In diesem Monat (Februar) mit folgenden Themen:

Musik kann Trainingsleistung verbessern, Strategien zur Reduktion von Krankheit und Vitamin D Supplementation zur Verletzungsprophylaxe Strategien zur Reduktion von Krankheit

Fangen wir direkt an mit der ersten Studie:

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Musik kann Trainingsleistung verbessern

In dieser Studie wurde getestet, ob die Leistung von Trainierenden bei der Übung Bankdrücken verbessert werden kann, wenn sie ihre Lieblings-Musik hören im Gegensatz dazu wenn sie Musik hören, die sie nicht mögen.

Es wurden in separaten Trainingseinheiten folgende Parameter gemessen: Maximal mögliche Wiederholungsanzahl bei 75% des Maximalgewichtes, durchschnittliche Geschwindigkeit, maximale Geschwindigkeit (Peak Velocity) und die Kraft in den ersten drei Wiederholungen des Satzes (Kraft = Kg x m/s).

Das Ergebnis: In den Einheiten mit Lieblingsmusik waren alle Parameter deutlich besser. Im Schnitt wurden 1,5 Wiederholungen mehr geschafft (10,5 statt 8,9), und sowohl durchschnittliche als maximale Geschwindigkeit waren höher. Außerdem war die subjektiv empfundene Motivation höher, was wohl der Hauptgrund für die bessere Leistung war. 

Da es keine Kontrollgruppe gab, die überhaupt keine Musik gehört hat, kann man nicht sicher sagen, dass Musik generell die Leistung erhöht, lediglich, dass Musik, die man nicht mag, die Leistung mindert.

Wenn man also während dem Training gerne Musik hört, sollte man es tun. Es wird die Leistung vermutlich steigern, während Musik die man nicht mag (z.B. best. Radiomusik), die Leistung und Motivation mindern kann.

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Ernährungs- und Lifestylestrategien, um Erkrankungsrisiken zu senken

Das Schlimmste was einem Sportler passieren kann, ist eine Verletzung oder eine ernsthafte Krankheit. Beides bremst ihn für längere Zeit aus und führt dadurch zu einer Stagnation oder einem Rückgang der Leistung.

In dieser Studie wurden Krankheitsfälle unter Spitzensportlern untersucht. Speziell, wie und warum Infektionen der Atemwege und des Magen-Darm-Traktes auftraten und wie das Erkrankungsrisiko gesenkt werden kann.

Während Sportler grundsätzlich gesünder und fitter sind als inaktive Personen, sind sie aufgrund der hohen Trainingsbelastung dennoch immer wieder einem hohen Risiko zu erkranken ausgesetzt: Der hohe Trainingsstress unterdrückt das Immunsystem, wodurch man zeitweise anfälliger für Krankheiten oder Infektionen wird.

Um den Trainingsstress einzudämmen, sollten die Lasten im Training eher in kleinen Schritten erhöht werden, statt zu schnell zu hohe Progression zu forcieren. Außerdem kommt der Regeneration nach dem Training, allem voran ausreichendem und qualitativem Schlaf, eine übergeordnete Rolle zu.

Neben dem physischen Trainingsstress sind laut der Studie noch andere Punkte wichtig, um dauerhaft fit und gesund zu bleiben: Eine gute Körperhygiene, neben dem physischen auch psychischen Stress einzudämmen, ausreichend Kohlenhydrate zu essen (vor allem in Form von Obst und Gemüse, da diese unter anderem trainingsinduzierte Entzündungen lindern und zu einer Stärkung des Immunsystems beitragen), exzessiven Alkoholkonsum zu vermeiden und regelmäßige Blutuntersuchungen, vor allem um die Eisenwerte im Körper zu optimieren.

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Vitamin D Supplementation zur Verletzungsprophylaxe

Passend zur vorherigen Studie ging es in dieser Studie darum, ob und wie eine Supplementation von Vitamin D die Wahrscheinlichkeit von Verletzungen reduzieren kann.

In der Studie wurden Tänzer untersucht. Mit dem Ergebnis: Die Verletzungsraten der Gruppe mit einer Vitamin D Supplementation waren niedriger als die der Placebo-Gruppe.

Ähnlich wie Wettkampfsportler im Bodybuilding oder anderen Sportarten mit Gewichtsklassen, müssen Tänzer oftmals eine strikte Diät halten, um ihre Gewichtsklasse zu erreichen. Das in Verbindung damit, dass sie ebenfalls wie Bodybuilding- oder Powerlifting-Athleten immer drinnen ohne direktes Sonnenlicht trainieren, birgt ein großes Risiko, zu wenig Vitamin D zu bekommen. Dieses Defizit bzw. in vielen Fällen ein starker Mangel, gilt also für viele Menschen, nicht nur für Sportler.

Frühere Studien haben Vitamin D-Mängel mit höheren Risiken für Verletzungen und Krankheiten in Verbindung bringen könne, aber keine keinen klaren Beweis erbringen können.

Mit aktuellen Studien wie dieser scheint sich das aber zu ändern, da gezeigt wurde, dass eine Supplementation von Vitamin D sich positiv auf Verletzungen und Krankheiten auswirkt.

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Das war die Auswahl für den Februar, die Ausgabe für den aktuellen Monat erscheint noch diesen Monat, damit ab April immer die aktuelle Ausgabe erscheinen kann.

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